Stadtratswahlen 2020

Am 29. November 2020 SP (Liste 11) wählen!

Die SP Stadt Bern hat eine Liste mit vierzig starken Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat aufgestellt. Mehr Informationen: https://dassolidarischebern.ch

Die Kandidierenden der SP Bern Süd

Edith Siegenthaler (bisher)

«Für eine lebendige und soziale Stadt!»

11.31.2, bisher, 1983
Dr. phil. hist., Geschäftsstellenleiterin EFS, Vizepräsidentin Aufsichtskommission, Co-Präsidentin SP Stadt Bern, Co-Präsidentin Mädchentreff Punkt 12, Mitglied EKF, VPOD

Ich bin 37-jährig und wohne am Loryplatz. Mir ist es sehr wohl hier: Das Tram fährt direkt vor der Tür, der Platz ist belebt und es lässt sich hier gemütlich Zeit verbringen. Ich mag das Quartier, weil hier so viele verschiedene Leute wohnen und gut zusammen leben. Für das Quartier setze ich mich auch im Stadtrat ein, zum Beispiel für eine sicherere Weissensteinstrasse rund um die neue Basisstufe.

Beruflich bin ich promovierte Historikerin und arbeite als Geschäftsstellenleiterin beim schweizerischen Dachverband der reformierten Frauenverbände. Den Verband vertrete ich auch in der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen, wo wir uns für Gleichstellung einsetzen. Für dieses Anliegen engagiere ich mich auch im Präsidium des Vereins Mädchentreff Punkt 12, der den ersten Berner Mädchentreff und die Mädchenarbeit innerhalb der Jugendarbeit unterstützt.

Als Co-Präsidentin der SP Stadt Bern gefällt es mir sehr, am Puls der städtischen Politik zu sein. Mir ist es wichtig, dass wir uns auch in der nächsten Legislatur mit einer schlagkräftigen SP für eine solidarische Stadt Bern einsetzen können. Angesichts der Corona-Krise ist es noch wichtiger, dass die sozialen Anliegen von einer starken SP vertreten werden, damit niemand auf der Strecke bleibt. Dafür möchte ich mich auch in den nächsten vier Jahren tatkräftig einsetzen.

Ueli Fuchs (bisher)

«Für Arbeit und soziale Gerechtigkeit»

11.11.8, bisher, 1989, GSB
Techniker HF Elektrotechnik
Vize-Präsident VPOD Sektion Bern, Samtpfotenhilfe Schweiz

Als langjähriger Mitarbeiter von BERNMOBIL ist es mir ein sehr grosses Anliegen, mich für die Interessen der Arbeitnehmenden einzusetzen. Es ist und bleibt essenziell, dass die Arbeits- und Anstellungsbedingungen, das Soziale Angebot und die Altersvorsorge erhalten und gefördert werden. Ebenso sollen die Arbeitnehmer ein Mitspracherecht haben, nur so können Sie ihren wertvollen Input für die Stadt einbringen. Wie in vielen Bereichen hat die Digitalisierung den Service-Public erreicht und ist bedeutend für die Erreichung der Umweltziele. Dieser Schritt ist aber nur gemeinsam, unter Einhaltung der Privatsphäre und dem Arbeiterschutz, zu gehen. Es ist mir wichtig, einen guten und finanziell soliden Service-Public zu haben, damit er weiterhin ein fester Bestandteil bleibt.

Nebst der Arbeiterpolitik setze ich mich für Wohnen, Verkehr und Stadtplanung ein. Unsere Quartiere sollen unter Einbezug der Anwohnerinnen und Anwohner weiterentwickelt und so einen Lebensraum für Alle bieten. Ausserdem soll der öffentliche Verkehr in den Quartieren gestärkt werden, sodass er unkompliziert und hindernisfrei genutzt werden kann.

Die Gleichberechtigung ist elementar und ein Grundsatz, der bereits in der Verfassung formuliert und festgehalten wurde. Nun müssen wir stärker denn je für diesen Grundsatz einstehen, damit gleiches Recht auch wirklich für Alle gilt. Daher werde ich mich tatkräftig für die Gleichberechtigung einsetzen, um dieses Ziel gemeinsam erreichen zu können!

Nicole Cornu (neu)

«Für ein lebensfreundliches Bern. Mutig jetzt und in Zukunft»

11.51.7, 1982
Berufsbildnerin, Jugendberaterin
Co-Präsidentin VPOD-NGO, Kaufmännischer Verband, Läbigi Stadt, Warmbächli/Holliger, Frauenstreik-Kollektiv
Aareschwumm (ganzjährig)

Seit rund zehn Jahren lebe ich in der Stadt Bern und habe hier mein Wahl-Zuhause gefunden. Zusammen mit meinem Mann, der vor rund dreieinhalb Jahren aus dem ehemaligen Jugoslawien in die Schweiz migriert ist, wohnen wir direkt gegenüber dem Quartier- zentrum Villa Stucki im Beaumont. Knapp acht Jahre durfte ich im Monbijou im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung beruflich tätig sein und arbeite nun seit rund eineinhalb Jahren beim Kaufmännischen Verband Schweiz als Verantwortliche für die berufliche Grundbildung sowie als Jugendberaterin. Die (Freiwilligen-)Arbeit mit jungen Menschen war mir schon immer eine Herzensangelegenheit: U.a. für zehn Jahre bei der Gesellschaft für Muskelkranke und dann vier Jahre lang als Co-Präsidentin der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände SAJV. In Bern bin ich daheim und habe hier mehrere "menschliche Bibliotheken" organisiert: Einmal mit verschiedenen Berner Nachhaltigkeits-Initiativen, einmal im ehemaligen Zieglerspital mit Flucht-Geschichten und einmal im Rahmen der Berner Aktionswoche gegen Rassismus mit Menschen vom Balkan.

Eine Zeit lang durfte ich Deutsch für Asylsuchende unterrichten und habe erfahren, wie schwierig es ist, für Familien mit kleinstem Budget Wohnraum zu finden. Als Co-Präsidentin der Gewerkschaft VPOD-NGO mache ich mich stark für eine Integration durch Bildung und Arbeit sowie für faire Arbeitsbeding-ungen. Aber auch dafür, dass unsere Mitmenschen dort arbeiten können, wo sie leben und dass sich das Wohnen in der Stadt jede*r leisten kann. Egal ob Studi, AHV-Renterin, Kulturschaffender, Alleinerziehende oder Büetzer. Als überzeugte Genossenschaftlerin bin ich bei der Siedlung Holliger (Warmbächli) dabei.

Zusammen mit euch und der SP möchte ich mich im Stadtrat für ein soziales und solidarisches Bern einsetzen.

Odilo Abgottspon (neu)

«Für ein lebensfreundliches Bern. Mutig Jetzt und in Zukunft»

11.51.7, 1982
Berufsbildnerin, Jugendberaterin
Co-Präsidentin VPOD-NGO, Kaufmännischer Verband, Läbigi Stadt, Warmbächli/Holliger, Frauenstreik-Kollektiv
Aareschwumm (ganzjährig)

In Visperterminen bin ich geboren und habe dort insgesamt 17 Lebensjahre verbracht; einen Teil des Gymnasiums absolvierte ich in Immensee, wo ich deutlich zu spüren bekam, in welch privilegierter Art wir Europäer*innen leben. Hier begann mein Engagement gegen die gewaltigen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten in dieser Welt; diese Erregung hielt mein Leben lang an, also auch heute bin ich noch beseelt von der Idee, alle Menschen hätten ein Leben in Würde verdient, egal wo sie leben, egal welche Ausbildung sie absolvierten, egal ob sie gesund oder eingeschränkt sind. Als Student trat ich mit 22 Jahren der Sozialdemokratischen Partei bei, mit 24 übernahm ich das Präsidium einer Zürcher Parteisektion. Nach einem dreijährigen Auslandaufenthalt liess ich mich mit meiner Familie in Luzern nieder und arbeitete weiterhin als Gymnasiallehrer. Hier war ich in Luzern bald wieder in der Parteiarbeit tätig, zunächst in der städtischen Schulpflege, zwischen 1996 und 2008 im Grossen Rat des Kantons Luzern, 4 Jahre davon leitete ich die SP-Fraktion.

Nach meinem Umzug nach Bern musste ich mich mit Stadt und Kanton erst vertraut machen; jetzt bin ich bereit, wieder mehr zu tun; ich möchte in der städtischen Legislative mitwirken, die Stadt weiter voranbringen in sozialpolitischen Fragen. Es ist ja offensichtlich, dass die Berner Gesellschaft zerrissen ist in die reicheren und ärmeren Menschen, Strassen, Quartiere. Wir müssen mehr tun für eine glaubwürdige Integration aller Menschen - in Schule, Elternarbeit, bei Freizeitangeboten und der Arbeit, aber nicht zu vergessen beim Wohnen. Wahre Integration lebt von der Durchmischung der Generationen, dem natürlichen Zusammenleben von Migrant*innen und Einheimischen; der Schlüssel dafür ist für mich - in Bern - der Deutschunterricht für alle fremdsprachigen Mütter, wenn möglich ohne Fakultativcharakter. Dies ist die schnellste und beste Möglichkeit, die Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben für alle Menschen zu sichern. Gelebte Demokratie ist nichts anderes als genau das: wahre Egalität!